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Einblicke in das Verhältnis von Politik und Literatur durch die ukrainische Autorin Tanja Maljartschuk - und in einem weiteren Kapitel darin, wie uns Mode prägt.Ganz alltäglich und doch besonders sind wir von Mode und Kleidung umgeben. Wir ziehen sie an, ziehen sie aus - ob nur gewöhnlich im Alltagsablauf und zu unterschiedlichen Anlässen, gerne auch zur spielerischen oder täuschenden Inszenierung unterschiedlicher Rollen. Kleidung verzaubert, berückt, ist kraftvoll und gleichzeitig funktionell. Sie lässt uns wachsen, manchmal stolpern, verbindet und trennt uns, beengt und öffnet Welten. Gekoppelt an die Mechanismen des Konsums, der Produktion, des Patriarchats, geht sie einher mit Erwartungen an bestimmten Haltungen. Und unter ihr die Haut, Nacktheit, ein Körper, der durch sie geprägt ist, und der verhüllt oder enthüllt werden kann.Inside the Whale - so lautet der Titel eines 1940 publizierten Essays von George Orwell. Darin votiert der englische Schriftsteller, dessen Werke, wie z. B. »1984«, dezidiert politisch sind, für eine unpolitische Kunst - diese sei nur von Bestand, wenn sie keiner ideologischen Agenda folge. In ihren im Herbst 2025 an der Universität zu Köln gehaltenen Poetikvorlesungen geht die ukrainisch-österreichische Schriftstellerin Tanja Maljartschuk ausgehend von diesem Widerspruch dem spannungsreichen Verhältnis zwischen Literatur und Politik nach. Ergänzt werden die beiden Vorträge um Essays über ihr Werk und eine ihr wichtige Autorin, Victoria Amelina, die im Sommer 2023 von russischen Raketen getötet wurde.Mit Beiträgen u. a. von Tobias Dahmen, Nora Gomringer, Christina Griebel, Sibylla Vricic Hausmann, Christiane Heidrich, Anne Lepper, Tanja Maljartschuk, Christoph Peters, Antje Rávik Strubel, Frank Schablewski, Lara Scherpinski, Natalka Sniadanko, Verena Stauffer, Jan Valk, Barbara Vinken, Bettina Wilpert.