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Als Heinrich Melchior Muhlenberg (1711-1787) 1742 seine Arbeit in den deutsch-lutherischen Gemeinden in Pennsylvania aufnahm, zeigte er sich entsetzt uber die dortigen Zustande und den vermeintlich vorherrschenden Sittenverfall. Ahnlich erging es auch seinen dreizehn Kollegen, die zwischen 1744 und 1786 von den Glauchaschen Anstalten aus nach Nordamerika entsandt wurden. Vom Halleschen Pietismus gepragt, vertraten die Pastoren rigide Moralvorstellungen, die jegliche Formen weltlichen Vergnugens wie das Tanzen, Trinken und Spielen verbaten, da sie ihrer Ansicht nach zu unerlaubter Sexualitat fuhrten. Dementsprechend versuchten sie, mittels einer harschen Sundenzucht nicht nur ihre eigenen Gemeindemitglieder zu disziplinieren sondern auch das noch im Entstehen begriffene lutherische Kirchenwesen vor Ort zu stabilisieren und vor inner- wie aussergemeindlichen Angriffen zu schutzen, die das sittenstrenge Wertegefuge der Hallenser in dieser fur sie fremdartigen Umgebung in Frage zu stellen drohten. Wie in der vorliegenden Studie gezeigt wird, konnte der sensible Bereich der Ehe und Sexualitat massiv auf die Pastoren selbst, ihren Umgang miteinander sowie die alltagliche Gemeindearbeit einwirken. Anhand der uberlieferten Selbstzeugnisse der Hallenser werden sowohl deren personlichen Ansichten zur Ehe und Sexualitat als auch die unterschiedlichen Herangehensweisen zur praktischen Durchfuhrung der Sundenzucht herausgearbeitet. Daneben konnen mithilfe der von den Pastoren gefuhrten Kirchenbucher Einblicke in das Sexualverhalten der deutschen Lutheraner gewonnen und in die gesellschaftlichen Verhaltnisse der Neuen Welt eingeordnet werden. In diesem Zusammenhang ist vor allem die Forschungsthese einer ersten im Philadelphia des ausgehenden 18. Jahrhunderts stattgefundenen sexuellen Revolution kritisch zu hinterfragen.