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»Bin ich ein gläubiger Mensch? Glaube ich an gut und böse? Dann glaube ich an die größte Lüge der Welt. Ich brauche nicht enttäuscht von mir zu sein. Fast alle Menschen glauben an diese Lüge. Darum ist die Welt wie sie ist«, konstatiert der Ich-Erzähler Paul. Und fügt resigniert an: »Als kleines Kind wurde mir gesagt: Der Klügere gibt nach. Doch wenn der Klügere nachgibt, siegt die Dummheit.«Paul ist studierter Philosoph, lebt von Sozialhilfe und Gelegenheitsjobs und hat einige Freunde. Sie leben in Rostock, und jeder trägt sein Päckchen. Kathi, die Pastorin, wie auch Jörg, der Jurist. Und Siggi, die Versicherungsvertreterin mit einem ausgeprägten Helfersyndrom. Sie hält sich für umweltbewusst, obwohl sie täglich Auto fährt. Das ist schon eine skurrile Truppe, wobei: So seltsam sind sie keineswegs. Es sind Menschen, die von existenziellen Fragen gequält werden wie wir alle. Philosoph Paul, das ist nun einmal seine Natur, versucht in den Gesprächen zum Kern der Weltübel vorzudringen, ohne dass die Freunde seine Antworten teilen. Unterhaltsam aber sind diese allemal.