Das westdeutsche Theater und seine öffentlich geförderten Stadttheater geraten Ende der 1960er Jahre in eine Legitimationskrise. Auf welche gesellschaftlichen Anforderungen stellt das Dispositiv des westdeutschen Regietheaters der 1970er Jahre eine Antwort dar? Und wie sieht diese aus? Mit Michel Foucault als Gewährsmann entwickelt das Buch eine für die Theaterwissenschaft neue Methode der Dispositivanalyse. Im Dispositiv des Regietheaters der 1970er Jahre verschränken sich seit dem 19. Jahrhundert entwickelte Wissensbestände über das Theater und seine Akteure mit Fragen der Machtausübung innerhalb und außerhalb der Theaterinstitution. Zwischen Emanzipation und Erfahrung, zwischen gesellschaftskritischen Anspruch und zunehmender Individualisierung der Gesellschaft als Fallout der Protestbewegung nach 68 stillt das westdeutsche Regietheater der 1970er Jahre den Erfahrungshunger der Zeit.
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