Gasgefahr und Gasschutz bedingen sich gegenseitig; dies zeigte schon die Eskalationsspirale im Ersten Weltkrieg. Die Berliner Auergesellschaft AG wurde ab 1915 zum führenden Hersteller, der gegen neue Kampfgase stets neue Schutzmittel bereitstellte. Ab 1919 setzten beide Seiten - Giftgas- wie Gasschutzindustrie - auf den dual use ihrer Umsatzträger. Produziert wurden nun Stoffe zur Schädlingsbekämpfung einerseits und Schutzmittel für Bergbau, Industrie und Rettungsdienste andererseits. AUER "zivilisierte" zunächst Kriegsmasken und wechselte dann auf Neuentwicklungen für zivile, später auch militärische Zwecke. In der NS-Zeit trat die Wehrmacht als Großabnehmer auf, und es kam ein riesiger Markt hinzu: der Zivilschutz der Bevölkerung gegen die Gefahr feindlicher Giftbomben - mit der Volksmaske. Zudem expandierte AUER erstmals in die Giftgasproduktion, und während des Krieges lieferte sie Kernbrennstoffe für den Bau einer deutschen "Uranmaschine".
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