Die Studie nimmt das deutsche Heer als lernende Organisation und zeitgenössischen Wissensmanager am Beispiel der Taktik im Zeitraum von 1888 bis 1926 in den Blick. Sie fragt nach dem Prozess organisationalen Lernens als Erschließung, Bewahrung, Transfer und Anwendung von taktischem Wissen für den Krieg. Ausgehend von der These, dass das deutsche Heer als lernende Organisation im Lernverhalten evolutionär-kompromisshafte Wege beschritt, wird der Entwicklung eines spezifischen taktischen Lessons-Learned-Systems und der Gestaltung der taktischen Aus- und Fortbildung der Offiziere nachgegangen. Dem Autor gelingen in einer längsschnittartigen Analyse und auf breiter Quellenbasis neue und erhellende Einblicke in militärische Lernprozesse sowohl im Frieden als auch im Krieg. Das deutsche Heer war weder eine lernunwillige Organisation noch ein überaus lernfähiger "Genius des Krieges" (Trevor M. Dupuy).
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