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"Ganz schön mutig für eine Frau!", "Du sprichst aber gut Deutsch!", "Warum hast du keine Kinder?". Diese scheinbar harmlosen Fragen oder Bemerkungen sind prominente Beispiele für Mikroaggressionen – kurze, alltägliche, verbale oder verhaltensbasierte Herabwürdigungen, die in negativen Vorurteilen gegenüber Mitgliedern marginalisierter Gruppen begründet liegen. Dazu zählen beispielsweise Frauen, Angehörige bestimmter religiöser Gruppen, ältere (aber auch jüngere) Menschen, Menschen mit körperlichen oder geistigen Beeinträchtigungen (inkl. psychische Erkrankungen), queere Personen oder People of Color. Auch wenn solche Äußerungen häufig "gut gemeint" scheinen und Interesse am Gegenüber signalisieren sollen, haben sie auf Betroffene weitreichende Auswirkungen.
Mikroaggressionen unterminieren das Selbstbild, das Gefühl von Zugehörigkeit und den inneren Zusammenhang der eigenen Erfahrungswelt. Oft sind sie nicht offen feindlich gemeint, sondern mit einem "interessierten Wohlwollen" formuliert (z. B. "Jetzt hab' dich nicht so, ich bin doch nur neugierig!"). Gerade diese Ambivalenz macht sie so schwer greifbar und psychologisch wirksam. Denn sie setzen dort an, wo es um Anerkennung, Gesehenwerden und dialogische Resonanz geht. Das Tückische: Mikroaggressionen erzeugen kein großes Trauma "auf einen Schlag", sondern entfalten ihre Wirkung wie ein andauernder Mückenstich: einzeln unscheinbar, in der Summe jedoch verletzend, entwertend und mitunter retraumatisierend.
Ziel dieses Kartensets ist nicht die Moralisierung, sondern die Eröffnung eines Raums, in dem Beziehungsgestaltung, Wirksamkeit und Dialog möglich werden. Denn: Mikroaggressionen sind auch eine Einladung, unser Sprechen und unser Verstehen achtsamer, respektvoller und verbindlicher zu gestalten.