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Kommunikation - an keinem Tag unseres Lebens kommen wir ohne sie aus. Selbst wenn wir allein durch den Wald spazieren, in einem Sessel versunken ein Buch lesen oder mit Kopfhörern unser Lieblingslied hören: In solchen Momenten pausiert zwar der zwischenmenschliche Austausch, doch die innere Kommunikation läuft auf Hochtouren. Das Gehirn empfängt kontinuierlich Signale aus dem Körper, verarbeitet sie und sendet neue Impulse zurück. Diese innere Kommunikation ist ebenso komplex wie die soziale - und sie läuft rund um die Uhr, meist ohne, dass wir sie bewusst wahrnehmen.Dank eines fein abgestimmten Netzwerks aus Nervenbahnen, Botenstoffen und Rückkopplungen stehen Körper und Geist in ständigem Austausch. Ärgern wir uns, sorgen etwa der Vagusnerv und der Sympathikus dafür, dass unser Blutdruck binnen Sekunden steigt. Der Vagusnerv spielt auch eine zentrale Rolle in der Darm-Hirn-Achse, die bei Stress oder Infektionen mitunter das Reizdarmsyndrom auslösen kann. Und die Forschung entdeckt immer neue Kommunikationswege. So wurde kürzlich nachgewiesen, dass Fettzellen über sensorische Fasern Informationen ans Gehirn senden - nicht nur umgekehrt. Die genaue Funktion dieser Rückmeldung ist allerdings noch nicht vollständig verstanden.In dieser Ausgabe widmen wir uns den faszinierenden Kommunikationswegen im menschlichen Körper - von neuronalen Netzwerken über hormonelle Steuerung bis hin zu zellulären Dialogen. Denn wie in jeder funktionierenden Gesellschaft gilt auch hier: Ohne Kommunikation geht nichts.