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Liebe Leserinnen und Leser, vor 500 Jahren eroberte Babur, ein Nachkomme von Dschingis Khan, das Sultanat von Delhi in Nordindien und begründete damit das Mogulreich. Unter seinen Nachkommen entwickelt es sich zu einer Großmacht auf dem indischen Subkontinent, das sich durch Weltoffenheit und Toleranz verschiedenster religiöser Ansichten auszeichnete. Kunst und Architektur hatten einen hohen Stellenwert – das Taj Mahal, als Grabbau im frühen 17. Jahrhundert errichtet, bezeugt dies bis heute in aller Pracht. Im Titelthema dieser Ausgabe stellen wir Ihnen die »Geburt des Giganten« und die weitere Entwicklung vor. Als Geburt der USA könnte man die Unabhängigkeitserklärung der damaligen einst britischen Kolonien vom 4. Juli 1776 bezeichnen. Sie hatte damals vor allem ein Ziel: die amerikanische Armee für die bevorstehenden Kämpfe mit den britischen Streitmächten zu einen und anzuspornen – Revolutionäre zu Soldaten zu machen. Der Beitrag von Christopher Magra, Professor für frühe Geschichte Amerikas an der University of Tennessee, ist der Auftakt einer dreiteiligen Serie zum diesjährigen Jubiläum des bedeutenden Schriftstücks. Nach Europa springt ein weiterer Artikel, der sich um die Frage dreht, wann und wo der aufrechte Gang in der Entwicklungsgeschichte des Menschen entstand. Gemäß Lehrmeinung gilt bisher Afrika als Ort des Geschehens, doch ein fossiler Oberschenkelknochen aus Bulgarien stellt diese Ansicht auf den Kopf: Ein Forscherteam sieht darin den ersten Nachweis eines Aufrechtgängers – in Europa. Wer hat nun recht? Eine spannende Lektüre wünscht Ihnen Antje Findeklee, Spektrum der Wissenschaft.