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Erinnert werden soll mit diesem Buch an einen der erfolgreichsten Chemiker des 19.Jahrhunderts, der leider zu Unrecht in Vergessenheit geriet, obwohl er an so grundlegenden Erfindungen auf den Gebieten der Galvanotechnik, der Zündhölzer und der Sprengstoffe entscheidend beteiligt war. Er war so vielseitig begabt und interessiert, dass aus dem Gebiet seiner Entdeckungen nur einige wichtige beschrieben werden können. Zum Verständnis der Erfindungsgeschichte der Sicherheitszündhölzer wurde ein Kapitel über die Entdeckung des Phosphors eingeschoben. Boettger prägte aufgrund seiner Lehrtätigkeit entscheidend die Arbeit des Physikalischen Vereins in Frankfurt. Hier lebte er seit seiner Einstellung 1835 als Lehrer der Physik und Chemie. Während des langen Zeitraums von 46 Jahren bis zu seinem Ableben hat Boettger diesem Verein getreulich gedient und so zu dessen Gedeihen und Ruhm wesentlich beigetragen. Durch klaren und verständlichen Vortrag und gelungene Experimente, sowie durch seine liebenswürdige Art konnte er zahlreiche Zuschauer fesseln. Seine wissenschaftlichen Erfolge wurden mit dem Titel des Professors belohnt. Zahlreich waren aber auch die Orden und Anerkennungen verschiedener europäischer Staaten. Das von ihm herausgegeben Polytechnische Notizblatt hat Boettger über 35 Jahre betreut. Seine alleinige Arbeit des Redigierens dieser 14-tägig erscheinenden Zeitung war in der damaligen Zeit einmalig. Mit 25 Jahren schrieb er in einem Artikel: "Das Studium der Wissenschaft ist eins der wirksamsten Mittel gegen die Langeweile". Der Text wurde sein Lebensmotto.Die vielen wissenschaftlichen Arbeiten Boettgers und die zahlreichen Veröffentlichungen sind nur mit einem immensen Arbeitspensum zu erklären. So ist es nicht verwunderlich, wenn man erfährt, dass Boettger jeden Morgen um 4 Uhr aufstand. Zahlreich sind seine Schüler, von denen Carl Remigius Fresenius der berühmteste ist.