Gregor von Nazianz (* ca. 329/330, ab 372 Bischof, etwa 390) verbindet klassische Rhetorik und Christentum; er gilt als christliches Pendant zu Demosthenes. In den Akten des Konzils von Chalzedon (451) wird er erstmals als 'der Theologe' bezeichnet, was sein Werk postum würdigt.
Die Reden 38, 39 und 40 gehören zu den schönsten, die er hinterlassen hat, und bilden als die sogenannten "Epiphaniereden" eine eigene Gruppe. Gregor hat sie am und um das Fest der Geburt Christi und der Epiphanie im Dezember 380 bzw. Januar 381 in Konstantinopel gehalten. Mit Rede 41, die Gregor vermutlich zu Pfingsten 379 oder 380 in Konstantinopel vorgetragen hat, nimmt er Bezug auf die in diesen Jahren diskutierte Frage, ob man den Heiligen Geist ausdrücklich 'Gott' nennen soll oder sich mit einem inneren Bekenntnis zu seiner Gottheit begnügen darf.
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