Im turbulenten 16. Jahrhundert wandelte sich Martin Luther vom von Schuld geplagten Mönch zur Stimme, die die religiöse Einheit Europas zerbrach. Dieses Buch durchzieht sein Leben von den Jahren seiner Prägung und seiner theologischen »Entdeckung« über die Reichstage bis hin zur Bibelübersetzung, die die deutsche Sprache verwandelte, und zur Errichtung neuer Institutionen, die den Alltag veränderten. Ohne ihn zu idealisieren oder zu dämonisieren, zeigt die Darstellung einen widersprüchlich menschlichen Luther: brillant, wagemutig, verletzlich, fähig, Gewissen zu trösten, und ebenso fähig, Konflikte zu entfesseln, als die Theologie die Straße berührte. Ein umfassendes Porträt des Menschen und seiner Zeit, um zu verstehen, warum sein Vermächtnis bis heute spaltet, inspiriert und Fragen aufwirft.
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