Was geschähe, wenn zwei der außergewöhnlichsten Geister der Menschheitsgeschichte einander begegnen könnten, über vierhundert Jahre hinweg, an einem Ort jenseits der Zeit?
Leonardo da Vinci, der Maler, Erfinder und unermüdliche Beobachter der Natur, dem die Welt ein einziges großes Geheimnis war, das es zu entschlüsseln galt. Und Nikola Tesla, der visionäre Erfinder des elektrischen Zeitalters, ein Mann von glühender Vorstellungskraft und tiefer Einsamkeit, der seiner Zeit so weit voraus war, dass sie ihn kaum verstand. Zwei Träumer, zwei Suchende, getrennt durch Jahrhunderte und doch verbunden durch dasselbe Feuer.
In diesem literarisch-philosophischen Dialog treffen sie aufeinander, als hätte sich ein Riss in der Zeit geöffnet. Über mehrere Tage hinweg sprechen sie miteinander, streiten, lachen, staunen und verstummen gemeinsam vor den großen Fragen des Daseins. Woher kommt die Neugier, die einen Menschen ein Leben lang antreibt? Was ist Genialität wirklich, und kann man sie erlernen? Wie entstehen Ideen, und warum kommen sie im stillsten Augenblick? Wo verläuft die Grenze zwischen Kunst und Wissenschaft, und warum fürchten Menschen den Fortschritt, den sie doch ersehnen?
Es geht um Kreativität als Lebensform und um die Einsamkeit großer Denker. Um die Beharrlichkeit, die nach jedem Scheitern wieder aufsteht. Um die Verantwortung dessen, der die Kräfte der Natur entfesselt, und um die Frage, ob der Mensch reif genug ist für die Macht, die er sich aneignet. Und am Ende, wenn das Licht schwindet, um das Älteste und Schwerste von allem: Was bleibt von einem Menschen, wenn er gegangen ist? Was ist das Vermächtnis eines Geistes?
Dies ist kein Sachbuch im gewöhnlichen Sinn und kein bloßes Spiel mit großen Namen. Jeder Gedanke wurzelt im wirklichen Leben, in den Schriften, Erfindungen und Weltanschauungen dieser beiden Persönlichkeiten. Wer ihnen zuhört, soll immer wieder denken: Ja, genau so hätte Leonardo gesprochen. Das klingt tatsächlich nach Tesla.
Spannend wie ein Roman und reich wie ein Werk der Erkenntnis, lädt dieses Buch dazu ein, heimlich einem Gespräch zwischen zwei Genies zu lauschen. Es handelt vom Lernen und vom Staunen, vom menschlichen Fortschritt und von der Kraft der Vorstellung, davon, an die eigenen Sterne gebunden zu bleiben und sich nicht umzudrehen. Vor allem aber erinnert es daran, dass in jedem von uns noch jenes Kind lebt, das nicht aufhören kann zu fragen. Ein Buch für alle, die das Staunen nie verlernt haben oder es wiederfinden möchten.
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