Standaard Boekhandel gebruikt cookies en gelijkaardige technologieën om de website goed te laten werken en je een betere surfervaring te bezorgen.
Hieronder kan je kiezen welke cookies je wilt inschakelen:
Technische en functionele cookies
Deze cookies zijn essentieel om de website goed te laten functioneren, en laten je toe om bijvoorbeeld in te loggen. Je kan deze cookies niet uitschakelen.
Analytische cookies
Deze cookies verzamelen anonieme informatie over het gebruik van onze website. Op die manier kunnen we de website beter afstemmen op de behoeften van de gebruikers.
Marketingcookies
Deze cookies delen je gedrag op onze website met externe partijen, zodat je op externe platformen relevantere advertenties van Standaard Boekhandel te zien krijgt.
Je kan maximaal 250 producten tegelijk aan je winkelmandje toevoegen. Verwijdere enkele producten uit je winkelmandje, of splits je bestelling op in meerdere bestellingen.
Zwischen 1939 und 1945 prägten Zwangsarbeit und Ausbeutung den Alltag der Stuttgarter Kriegswirtschaft. Zehntausende Männer und Frauen aus dem nationalsozialistisch besetzten Europa mussten unter oft unmenschlichen Bedingungen für die Fabriken, Behörden und Bürger der schwäbischen Industrie- und heutigen Landeshauptstadt arbeiten. Diese Studie rekonstruiert erstmals umfassend die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter in Stuttgart und beleuchtet die komplexen Verflechtungen zwischen ideologischen Vorgaben, kommunaler Verantwortung und privatem Profit. Wo fanden diese Menschen Unterkunft? Wie sah ihr Alltag aus? Welche Handlungsspielräume besaßen die Stuttgarter Entscheidungsträger in Stadtverwaltung und Rüstungswirtschaft im Umgang mit ihnen? Und schließlich: Wie wirkte sich die Umkehr der Machtverhältnisse in der Stadt nach dem Kriegsende auf das Verhältnis von Deutschen und ehemaligen ausländischen Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern aus? Anhand zahlreicher Quellen zeigt die Arbeit, dass die "rassenideologisch" gelenkte Kriegswirtschaft nur durch individuelle Entscheidungen vor Ort umgesetzt werden konnte. Sie verdeutlicht, wie die Haltung einzelner Stuttgarterinnen und Stuttgarter das Leben und Überleben der Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter unmittelbar beeinflusste - zum Guten wie zum Schlechten. Unter Berücksichtigung eines einzigartigen Quellenbestands in Form von Fragebögen ehemaliger Opfer aus Osteuropa eröffnet diese Untersuchung neue Einblicke in das System der nationalsozialistischen Zwangsarbeit. Kevin Schmidt studierte Geschichte und Philosophie an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg und ist derzeit Studienreferendar am Seminar für Ausbildung und Fortbildung der Lehrkräfte Heidelberg - Abteilung Gymnasium.