Welche Relevanz hat Kunst für die Wissenschaft? Nur wenige Studien konnten bisher konkrete Auswirkungen künstlerischer Werke auf wissenschaftliche Theoriebildung nachweisen. Dies gelingt jedoch in diesem Buch. K. Lee Chichester zeigt auf, wie die Begegnung von Biolog*innen mit Kunstwerken zur Entwicklung neuer Bilder in der Biologie geführt hat. Sie folgt der Spur des einflussreichen schottischen Biologen D'Arcy W. Thompson, der um 1900 eine Theorie organischer Formbildung formulierte, die sich am kunsthandwerklichen Verständnis von Form und Kraft orientierte. Seine Ansätze wurden von jüngeren Biolog*innen aufgegriffen, die unter dem Eindruck der Kunst des Britischen Konstruktivismus und in Zusammenarbeit mit Künstler*innen wie Barbara Hepworth und John Piper neue Bilder für Gestaltungsprozesse im Organismus entwickelten.
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