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2023 stirbt Hélène Carrère d'Encausse, die berühmteste Russland-Historikerin Frankreichs und Vorsitzende der Académie française, und kurz darauf ihr Mann Louis. Beim Ausräumen ihrer Wohnung entdeckt Emmanuel Carrère die Nachforschungen seines Vaters zum weitverzweigten Stammbaum der Familie, und er beginnt, durch die großen Umbrüche des 20. und 21. Jahrhunderts hindurch humorvoll, zärtlich und manchmal voller Grauen die Lebens-, Liebes- und Leidensgeschichten von vier Generationen in Russland, Georgien, im deutschen Exil und in Frankreich nachzuzeichnen. Wie politische Geschichte die persönliche schlagartig umwerfen kann, wird dabei bis in die Jetztzeit erkennbar, das heißt bis zum Ukrainekrieg, dessen Beginn Carrère in Moskau miterlebt, und den Umwälzungen in Georgien, denen sich seine Cousine, die Präsidentin Salome Surabischwili, stellen muss. Die Entstehung eines »gigantischen Dystopia« und die weltweite Fassungslosigkeit darüber werfen einmal mehr die Frage auf, wie wir uns unser Leben erzählen.
Carrères Mutter begegnete diesem unheimlichen Chaos mit Disziplin und Intelligenz, aber auch der Verdrängung von Traumata: Als Spross eines georgischen Kollaborateurs und einer mittellosen russischen Adeligen bestand ihr Leben oft aus Anpassung und Scham, zugleich aber auch der Freiheit, sich neue Realitäten zu erschaffen. So taucht dieser Roman tief in »die horizontale und vertikale Dimension« von Beziehungen ein, um auf der für Carrère typischen Suche nach Wahrheit persönliche und staatliche Lügen, Illusionen und Scheinrealitäten zu durchbrechen.