Der Islam wird meist als eine männlich dominierte Religion wahrgenommen, dessen Männlichkeitsbild zuweilen äußerst antiquiert erscheint. Stark muss der Mann sein, er muss Härte zeigen und die Zügel fest in der Hand halten. Scheint dieses Rollenbild von der Religion des Islam geprägt, so prägt es aber auch wieder die Religion.
Der islamische Theologe Mouhanad Khorchide greift dieses Thema in seinem neuen Buch auf. Ausgehend von eigenen Erfahrungen als Sohn, Vater, Theologe und Hochschullehrer fragt er, was es heute bedeutet, im Islam ein Mann zu sein: im Spannungsfeld von Tradition, Macht und Mitgefühl. Seine These: Nicht die Frauenfrage allein, sondern die kritische Frage nach alten und neuen Männlichkeiten ist der Schlüssel. Und er sucht nach Alternativen, die er im Koran und der Person des Propheten Muhammad findet.
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