Standaard Boekhandel gebruikt cookies en gelijkaardige technologieën om de website goed te laten werken en je een betere surfervaring te bezorgen.
Hieronder kan je kiezen welke cookies je wilt inschakelen:
Technische en functionele cookies
Deze cookies zijn essentieel om de website goed te laten functioneren, en laten je toe om bijvoorbeeld in te loggen. Je kan deze cookies niet uitschakelen.
Analytische cookies
Deze cookies verzamelen anonieme informatie over het gebruik van onze website. Op die manier kunnen we de website beter afstemmen op de behoeften van de gebruikers.
Marketingcookies
Deze cookies delen je gedrag op onze website met externe partijen, zodat je op externe platformen relevantere advertenties van Standaard Boekhandel te zien krijgt.
Je kan maximaal 250 producten tegelijk aan je winkelmandje toevoegen. Verwijdere enkele producten uit je winkelmandje, of splits je bestelling op in meerdere bestellingen.
Goethes »Faust« neu gelesen: Hier geht es um die Schmach der Dummheit und die Chance der Einfalt.Goethes »Faust« weist neben dem bekannten Komplex von Wissen und Intelligenz, an der der Teufel erheblichen Anteil hat, eine dunkle Rückseite auf: Dass hier von Grenzen des Verstandes, von Dummheit als »Mangel an Urteilskraft« (Kant) die Rede ist, von Torheit und Absurdität (»viel Irrtum und ein Fünkchen Wahrheit«, wie es die Lustige Person fordert), ist bislang eher wenig gesehen worden. Das Buch verbindet textnahe Lektüren mit einer kritischen Sichtung der Forschung. Und dabei zieht sich ein deutlich erkennbarer Faden durch das ganze Werk, der von Einbildung und Verbohrtheit erzählt. Goethes Drama erscheint in neuer Perspektive, als eine komplexe Analyse der Beschränktheit des menschlichen Verstandes. Die Universitätsvertreter (Famulus und Schüler) wie die Wutbürger in Auerbachs Keller, Gretchens Bruder oder der Kaiser im Zweiten Teil, sie alle bezahlen der Dummheit ihren Tribut. Selbst die Intelligenz des Teufels rettet ihn nicht - am Ende wird auch er geprellt, während sich der Narr als der Kluge zeigt. Die intellektuelle Schlichtheit und Einfalt Gretchens dagegen erweist sich gegenüber allen Verbrechen des Ehrgeizes, die Faust begeht, als überlegen - am Ende ist es sie, die die Begnadigung des Angeklagten bewirkt. Hier vollzieht sich eine Göttliche Komödie, in der das Vorspiel auf dem Theater zu einem Epilog im Himmel wird. Die Grenzen der Vernunft zeigen das Dilemma, aber auch die Möglichkeit einer Rettung des Menschen.