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Das vorliegende Buch untersucht das Verhältnis von historischer Realität und poetischer Gestaltung. Geschichtsschreibung in ihrer idealtypischen Form definiert sich über Objektivität und Faktentreue; sie folgt den Prinzipien von Wahrheit und Exaktheit. Sie stellt Vorgänge möglichst distanziert, neutral und unbeeinflusst dar. Dem Faktischen verpflichtet, grenzt sie sich von poetischer Literatur ab. Persönlichkeiten und Geschehnisse literarischer Texte hingegen sind nicht Objekte der Realität, sondern Subjekte der Imagination; die Phantasie des Literaten ersinnt ein eigenes Bild der Vergangenheit, sodass dessen Darstellung nicht der Überprüfbarkeit unterliegt.Literatur überträgt Tatsachen in die Welt des Scheins. Anders als in der Historiografie stehen bei der Literatur die poetische Ausformung des Stoffes, die ästhetische Gestaltung, die zu erzielende Wirkung im Zentrum. Ihre Absicht ist nicht die faktenbezogene Darstellung, sondern die schöngeistige Formgebung. Was wird dargestellt, was wird betont, was unterschlagen? Wie wird umgeformt? Aus welchem Blickwinkel wird geschildert? Welche Aussageabsicht verbirgt sich hinter der Bearbeitung? Anhand ausgewählter Beispiele will dieses Buch zeigen, wie Literatur vorgegebene Fakten poetisch gestaltet und verfremdet.Der zeitliche Bogen der ausgewählten Werke erstreckt sich über 200 Jahre, vor der Weimarer Klassik bis zur Gegenwart. Darunter befinden sich mehrere, die zum festen Kanon der deutschen Literatur zählen, aber auch einige, die zu entdecken sich lohnt.Wolfgang Keul, geb. 1950. Studium (Germanistik und Geschichte) an der Justus-Liebig-Universität Gießen, Promotion zum Dr. phil., Studiendirektor an der Goetheschule Wetzlar. In der Folge Veranstaltungen bei der Goethegesellschaft Wetzlar (Vorträge, literarische Gesprächskreise). Publikationen zur Literaturdidaktik (Lessing, Heine, Gotthelf, Hebbel, Fontane).