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"Die Graphik soll mit gleicher Liebe und Hingebung entstehen wie die Bilder", notierte Emil Nolde, der vor allem für seine Gemälde bekannt und beliebt ist. Dabei gilt der souveräne Kolorist auch als einer der großen Graphiker des 20. Jahrhunderts. Noldes Graphik steht in engem Zusammenhang mit seinem malerischen Werk; es herrscht ein Verhältnis gegenseitiger Befruchtung, das keine Schranken zwischen den einzelnen Gattungen kennt. Aus der reichen Graphik-Sammlung der Nolde Stiftung mit über 1.000 Blättern kann Noldes Entwicklung und Leistung als Druckgraphiker überzeugend dokumentiert werden. Sein druckgraphisches Schaffen setzte um 1905 mit der Hinwendung zur Radierung ein und erstreckte sich über zwei Jahrzehnte. Die Autoren geben in grundlegenden Texten eine allgemeine Einführung und beschäftigen sich mit den einzelnen Werkgruppen Radierung, Holzschnitt und Lithographie sowie ihrer Stellung innerhalb des graphischen Gesamtwerks. Bedeutung und Rang von Noldes Werk im deutschen Expressionismus werden gewürdigt - umfassender und vielschichtiger, auch gegensätzlicher und spannungsreicher, als man es landläufig zur Kenntnis nimmt.
- Aktuelles Standardwerk zur Graphik des großen Expressionisten
- Die schönsten Blätter
- Mit Zustandsdrucken
Emil Nolde (1867-1956) ist einer der Hauptvertreter des deutschen Expressionismus und gilt als der große Aquarellist in der Kunst des 20. Jahrhunderts. Kurze Zeit gehörte er der Künstlergemeinschaft Die Brücke und der Berliner Secession an. Im "Dritten Reich" wurde Nolde als "entarteter" Künstler geächtet und 1941 mit einem Malverbot belegt.