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Bereits in dem ersten, Lacroix 1869 übergebenen Plan hatte Zola diesen Roman folgendermaßen skizziert: "Ein Roman, der als Rahmen die augenblickliche religiöse Welle haben wird und als Helden Lucien [Serge], den Sohn Octave Camoins [François Mourets], des Bruders Silvères, und einer Tochter. Goirauds, Sophie [Marthe Rougon]. In diesem Lucien mischen sich die beiden Zweige der Familie. Das Ergebnis ist ein Priester. In Lucien werde ich den großen Kampf zwischen Natur und Religion studieren. Der verliebte Priester ist nie vom menschlichen Standpunkt aus studiert worden. Darin steckt ein lohnendes dramatisches Sujet, vor allem dann, wenn man den Priester unter dem Einfluss erblicher Anlagen zeigt." Der neurotische junge Priester Serge Mouret hat eine Pfarrstelle in dem kleinen Städtchen Artauds angetreten. Die Einwohner Artauds sind religiös desinteressiert und durch Inzest erblich geschädigt. Nach einer schweren nervlichen Erkrankung verliert Serge sein Gedächtnis. Auf dem Landgut Le Paradou wird er von Albine, der Tochter des Eigentümers des Guts, gepflegt. Seine medizinische Versorgung übernimmt Doktor Pascal. Serge kommt langsam wieder zu Kräften. Gemeinsam mit Albine durchstreift er den weitläufigen Garten von Le Paradou, in dem viele schöne und seltene Pflanzen wachsen. Zunächst verbindet ihn eine kindliche Zuneigung zu Albine, aus der allmählich eine geschlechtliche Liebe wird. Er verspricht Albine Treue. Ihr monatelanges Zusammenleben weist Parallelen zum biblischen Sündenfall auf. Als Serge aus der Ferne den Glockenschlag seiner Kirche hört, kehrt seine Erinnerung zurück. Er verlässt das Mädchen und nimmt sein Amt als Pfarrer wieder auf. Albine, die ein Kind von ihm erwartet, sucht eine Aussprache mit Serge, bei der er sich hinter seinen religiösen Verpflichtungen versteckt und alle Verantwortung von sich weist.