Ein Buch, das unsere Sicht nicht nur auf Tiere, sondern auch auf uns selbst verändert
Kultur gilt als exklusive Errungenschaft der Spezies Mensch - dabei sind Tiere, wie Kristin Andrews zeigt, Kulturwesen wie wir. Die Tierforscherin und Philosophin hat über drei Jahrzehnte an verschiedensten Orten mit verschiedensten Spezies gearbeitet: Wir begleiten sie zu Delfinen auf Hawaii, die in unterschiedlichen Dialekten singen, dem Austausch anderer Artgenossen lauschen; Fruchtfliegen im Labor, die bei der Paarung Vorlieben für bestimmte Panzerfärbungen entwickeln, je nachdem, was bei den Artgenossen gerade in Mode ist; Orang-Utans auf Borneo, die sich in Pantomime üben, um Bedürfnisse mitzuteilen; Ameisen, die Nestgenossen auf langen Touren zu Nahrungsquellen führen, damit diese wiederum andere anleiten können. Selbst das scheinbar instinktive Jagdverhalten der Schimpansen ist nicht etwa angeboren, sondern wird über Jahre erlernt.
Drehen wir einmal die Perspektive um und fragen nach sozialen Regeln, Kommunikation und Kooperation unter Tieren, wird sofort deutlich, was uns mit ihnen verbindet. Hier warten unzählige unerwartete Einsichten - letztlich auch über uns selbst, die sprachbegabten Tiere der Gattung Homo.
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