Kein Produktlaunch ohne vorherige Umfrage, keine Wahl ohne exzessive Demoskopie. Zeitgenössische Gesellschaften scheinen nicht mehr ohne Meinungsforschung auszukommen. Nur leider existiert ihr Gegenstand von sich aus nicht. Und diese Forschung ist auch keine Wissenschaft, so sehr sie als solche auftritt. Pierre Bourdieu entlarvt Umfragen als Mittel, die im Kampf um die Definition der sozialen Realität zum Einsatz kommen. Sie sind nämlich keineswegs neutral, und sie bringen gezielt etwas hervor, was es ohne sie nicht gibt: die öffentliche Meinung.
Dieses Buch ist Teil der Reihe Essenzen.
Mit dieser Reihe versammeln wir kurze, prägnante Texte großer Denker im kleinen Format - als besonders gestaltete und handliche Essenzen, die zentrale Ideen zugänglich machen und zur erneuten Lektüre einladen. Die Reihe eröffnet kompakte Zugänge zu einflussreichen Positionen der Geistes- und Sozialwissenschaften und stellt ihre Aktualität im heutigen Diskurs heraus.
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