Seine Ausleuchtung des historischen Raums, in dem das Schicksal der Weimarer Republik verhandelt wurde, ermöglicht uns einen selten tiefen Einblick in das politische Berlin jener Zeit. Der Blick des Autors richtet sich konsequent auf die dort Handelnden: getrieben von Rachegelüsten, Machtgier und Angst entfesselten sie einen »Showdown«, der die Warnsignale eines politischen Supergaus übertönte - und die Auslieferung staatlicher Macht an Hitler schließlich zu einem unumkehrbaren Akt der Verantwortungslosigkeit werden ließ.
Daraus erhellt: Die Weimarer Republik ist nicht gescheitert. Die »Januarverbrecher« in der Wilhelmstraße haben sie böswillig kollabieren lassen, um dann dem Führer der Nationalsozialisten aus strategischem Kalkül die Schadensabwicklung zu übertragen. Ein Lehrstück, das zeigt, was passieren kann, wenn einer demokratisch verfassten Herrschaftsform die Kontrolle der Macht entgleitet.
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