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Dieses Buch lenkt den Fokus auf die Rolle vormoderner Karten als potenzielle Stimmen, die Uberzeugungen und Handlungsaufforderungen vermittelten. Es stellt ein neues Konzept zur Analyse vormoderner Karte vor und setzt es am Beispiel der sogenannten Genuesischen Weltkarte von 1457 um, einer anonymen, dem nordmediterranen Raum entstammenden Karte, von der weder der genaue Erstellungsort noch der unmittelbare Nutzungskontext bekannt sind. Im ausgehenden Mittelalter beschaftigten sich verschiedenartige Kreise intensiv mit geographischen und kartographischen Fragen. Zusatzlich zu den Zeugnissen gelehrter Monche und Kleriker wird nun das Interesse von weltlichen Gelehrten, Fursten, Notaren, Handlern, Seefahrern und humanistischen Zirkeln an Karten greifbarer. Angeregt wurde dieses Interesse durch das Anwachsen des Wissens uber die Welt. Lateineuropaische Reisende und Gesandte aus fernen Landern berichteten uber ihre Erfahrungen aus Asien und Afrika. Fruhe Humanisten fanden Handschriften fast vergessener antiker Werke wieder, so dass sich der Blick auf das Autoritatenwissen anderte. Insbesondere die spatestens 1409 fertiggestellte lateinische Ubersetzung der Geographia des Alexandriner Astronomen Klaudios Ptolemaios machte Furore und wird in der Forschung als Anstoa einschneidender Veranderungen der Kartographie gesehen. Der Abgleich der Genuesischen Weltkarte mit Karten aus uber 130 Archivsignaturen zeigt, dass sie sich in mehrfacher Hinsicht von den ublichen Karten des 14./15. Jahrhunderts der nordmediterranen Region abhebt. Ihre Kartenmacher waren keine konventionellen Ersteller von Kustenlinienkarten oder Serienkarten. Vielmehr waren sie humanistisch interessiert, mathematisch gebildet und entstammten wahrscheinlich dem Umfeld der Kurie und des Konzils von Ferrara-Florenz (1438-1445). Es greift zu kurz, ihre innovative Anlehnung an Ptolemaios als Verengung des Fokus rein auf topographische Genauigkeit zu deuten, vielmehr zeichneten sie ein raumzeitliches, als koharente heilsgeschichtliche Erzahlung zu verstehendes Bild der Welt.