Schon zu Lebzeiten des Soziologen Georg Simmel sind die Alpen zu einem »Großbetrieb des Naturgenusses« geworden, wie er nicht ohne Verdruss feststellt. Gelten sie ihm doch als ein Ort, an dem der moderne Mensch seine Beziehung zur Natur besonders intensiv erlebt. Ein Gefühl der Erhabenheit und der ungeheuren Wucht des Irdischen ergreift Simmel bei Betrachtung der Berge, die ihn zum Transzendenten, Überirdischen, Absoluten hin öffnen. Die Alpen sind ihm Symbol einer spezifisch modernen Erfahrung, in der Natur ein ästhetisches und geistiges Erlebnis wird.
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