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Helen, Josephine, Lucia, Maggie, Susannah und Miriam - junge Frauen, die als Schulkinder die Gefangenschaft durch die Lord's Resistance Army im Norden Ugandas überlebt haben. Heute führen sie ein neues Leben in der Stadt: Sie gehen einkaufen, kümmern sich um ihre Kinder, schmieden Pläne und denken über ihre Zukunft nach. Doch immer wieder wird spürbar, wie stark ihre Vergangenheit ihre Gegenwart prägt.
In ihrem vielstimmigen Roman gewährt Otoniya Juliane Okot Bitek Einblicke in das Leben der Mädchen vor dem Krieg und erzählt von den Jahren der Gefangenschaft sowie von der gefährlichen Rückkehr in ihre Heimat. Sie zeigt mit großer Eindringlichkeit, wie schwierig der Weg zurück in ein scheinbar normales Leben nach solchen Erfahrungen ist. Gleichzeitig hebt sie die Widerstandskraft und den Überlebenswillen der Frauen hervor. Okot Bitek verbindet die Tradition des afrikanischen Oral Storytellings mit einem authentischen, unverblümten Blick auf die Wirklichkeit. So gelingt es ihr, individuelle Geschichten zu einem kollektiven Erleben zu verweben und einen Text von großer poetischer Kraft und klanglicher Schönheit zu erschaffen.
» Der einzige Stern am Himmel ist im besten Sinne der Roman einer Poetin: eine eindringliche Melodie kraftvoller individueller Stimmen, die von Trauma, Widerstandskraft und Tradition erzählen. Aus Geschichten und Zeugnissen entsteht eine Prosa von unverblümter Schönheit, die darauf beharrt, dass Geschichte nicht vergessen wird.« Atwood Gibson Writers' Trust Fiction Prize