Der Beobachter erschafft die Welt untersucht, was Wirklichkeit ist und welche Rolle der Beobachter bei ihrer Entstehung spielt. Die Quantenmechanik zeigt, dass Objekte keine bestimmten Eigenschaften haben, bevor sie gemessen werden. Das Doppelspaltexperiment und die Verletzung der Bellschen Ungleichungen belegen, dass lokaler Realismus empirisch widerlegt ist. Das Messproblem, die Frage, wie aus Superposition Bestimmtheit wird, ist ungelöst. Die Neurowissenschaft zeigt parallel dazu, dass das Gehirn Wirklichkeit konstruiert, nicht abbildet. Wahrnehmung ist eine kalibrierte Halluzination. Das Hard Problem of Consciousness fragt, warum diese Konstruktionen sich überhaupt nach etwas anfühlen, und bleibt trotz aller Fortschritte unbeantwortet. Raum und Zeit sind weder absolut noch selbstverständlich, sondern relativ und konstruiert. Das Buch schließt mit einer Philosophie der kalibrierten Offenheit: Die eigene Wahrnehmung als Konstruktion zu erkennen und das Staunen als dauerhafte Haltung zu kultivieren.
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