Die Beiträge des vorliegenden Bandes untersuchen die wechselseitigen Beziehungen zwischen Demokratie und Recht im japanisch-deutschen Vergleich. Ausgehend von der zentralen Rolle demokratischer Legitimation für die Akzeptanz politischer Entscheidungen analysieren sie die Bedeutung gesetzter Normen für Verwaltung, Rechtsprechung und gesellschaftliche Ordnung. Im Fokus stehen die Ausgestaltung des Demokratieprinzips und das Ineinandergreifen öffentlich-rechtlicher und zivilrechtlicher Regelungskonzepte, die den Rahmen moderner demokratischer Prozesse prägen.
Das Symposium beleuchtet historische, rechtsphilosophische und rechtstheoretische Grundlagen und zeigt, wie Deutschland und Japan trotz unterschiedlicher kultureller Entwicklungen Einflüsse aus dem angloamerikanischen Rechtskreis aufgenommen und verarbeitet haben. Die Untersuchung knüpft an frühere rechtsvergleichende Projekte an und vertieft die Analyse der rechtlichen Steuerung sozialer Prozesse. Einen besonderen Stellenwert erhält die bislang wenig erforschte Bedeutung des prozeduralen Normvollzugs in verschiedenen Rechtsgebieten für das demokratische Gemeinwesen. Zudem werden aktuelle Herausforderungen sichtbar, die sich aus Sicherheitsfragen, aus der Entwicklung zivilrechtlicher und sozialrechtlicher Strukturen sowie aus europäischen und völkerrechtlichen Kontexten ergeben. Vor dem Hintergrund weltpolitischer Veränderungen gewinnt das Thema "Demokratie und Recht" erneut an Dringlichkeit und zeigt seine Relevanz für die Weiterentwicklung rechtsstaatlicher Ordnungen.
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