Bilder und Schrift stehen, wo sie gemeinsam auftreten, in einem dichten Beziehungsgeflecht wechselseitiger Dynamisierung. Seit dem Aufkommen der griechischen Großplastik im 7. Jh. v. Chr. waren Inschriften regelmäßiger Bestandteil dieser statuarischen Monumente. Im Gegensatz zum reinen Textinhalt hat man den materiellen wie ästhetischen Dimensionen der Inschriften in der archäologischen Plastikforschung wie auch der griechischen Epigraphik lange Zeit keine größere Beachtung beigemessen. Mit der vorliegenden Untersuchung werden deshalb erstmals Fragen der Gestaltung von Statueninschriften und den damit verbundenen sozialen Praktiken in einem Zeitraum zwischen Archaik und Hellenismus in den Blick genommen. Im Fokus stehen dabei u. a. die Verwendung unterschiedlicher Beschreibstoffe und -praktiken, Fragen nach Disposition und Layout auf den Inschriftenträgern, die ikonische Qualität von Schrift und schließlich auch die Erzeugung intermedialer Bezüge von Schrift und Bild vermittels visueller Arrangements. Deutlich wird damit, dass die Inschriften einen essentiellen Bestandteil der ästhetischen Gesamtkonzeption statuarischer Monumente darstellten.
We publiceren alleen reviews die voldoen aan de voorwaarden voor reviews. Bekijk onze voorwaarden voor reviews.