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Aus dem Vorwort:Mit der fünften Fortsetzung unserer "Bausteine" dürfen wir den dritten Sammelband vorlegen. Auch er wartet mit einer Neuerung auf. Seine insgesamt zehn Beiträge gruppieren sich nicht nur um einen inhaltlichen, sondern zudem um einen methodischen Schwerpunkt.Die Erinnerung an die Revolution von 1848/49 wurde während der vergangenen beiden Jahre in Bruchsal durch eine Reihe ganz unterschiedlicher Veranstaltungen gepflegt. Zu ihnen zählten auch geschichtswissenschaftliche Vorträge, von denen nun zwei, von Dr. Jürgen Dick und Dr. Ingrid Stamm, in überarbeiteter Fassung gedruckt vorliegen. Wir freuen uns, mit Prof. Dr. Christian Jansen und Thomas Moos zwei Autoren gewonnen zu haben, die diese Reihe mit weiteren Beiträgen ergänzen. So werden insgesamt vier Persönlichkeiten gewürdigt, die über die Revolution in ganz unterschiedlicher Weise mit Bruchsal in Zusammenhang standen.Die vier Beiträge mit ihrer Orientierung an 1848/49 bilden aber nicht nur einen inhaltlichen Schwerpunkt. Durch ihren ausgeprägt biografischen Ansatz stehen sie auch für einen spezifischen Zugriff auf Geschichte. Seine Stärke liegt vor allem darin, das Schillernde aller Vergangenheit viel anschaulicher machen zu können als eine sich nur an allgemeinen Zusammenhängen und Entwicklungen orientierte Darstellung. Lässt man sich auf einzelne Leben ein, zeigt sich sehr schnell, dass das historische Bild nicht nur schwarzweiß gezeichnet werden darf, sondern mit vielen Farben nuanciert gemalt werden muss, wenn man den Gegebenheiten einigermaßen gerecht werden will. Manches auf den ersten Blick so Eindeutige erweist sich bei genauerer Betrachtung als ziemlich kompliziert und kaum auf einfache Begriffe zu bringen. Dass dies nicht zuletzt für Personen gilt, die im so wechselvollen 20. Jahrhundert lebten, machen die Beiträge von Ruth Birkle zu Werner Hiersche und von Dr. Tamara Frey zu Johanna Hambsch alias Hans-Peter Moll überzeugend deutlich. In gewisser Weise ist hierzu auch der Beitrag Steffen Maischs zu zählen, auch wenn er sich nicht mit einer Einzel-, sondern einer Art Gruppenbiografie beschäftigt. Und selbst der Abriss zur Geschichte der Malzfabrik Schrag & Söhne von Alex Entzminger darf in diesem Zusammenhang genannt werden, war der Ausgangspunkt seiner Forschungen doch primär durch die Biografie Dr. Otto Schrags motiviert.Zeitgeschichtliches durch Beteiligte aufzeichnen zu lassen, haben wir bereits im dritten Band unserer "Bausteine" begonnen. Das wird durch den Beitrag von Dr. Alexander Lang ein Stück weit fortgesetzt. Er hat es unternommen, die von unserem Kommissionsmitglied Prof. Dr. Johannes Ehmann vor Jahrzehnten angestoßene Rückführung jüdischer Grabsteine aus der Grombacher Hohle im Zusammenhang nachzuzeichnen.Wir hoffen erneut, dass die Vielfalt der angesprochenen Themen eine breite Leserschaft anspricht, und wünschen allen Leserinnen und Lesern eine genauso genussvolle wie informative Lektüre - einzelner Beiträge oder vielleicht sogar des ganzen Bandes.