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Seit der Entdeckung des Schwarzpulvers und dem Aufkommen großer Kanonen gilt die Artillerie als technologischer Gamechanger der Kriegsgeschichte. Sie besiegelte das Ende der Burgen und Ritter, die ihren mächtigen Kugeln nicht mehr standhalten konnten, führten zur Entwicklung radikal neuer Kriegsschiffe, deren Feuerkraft die Seekriegsführung veränderte und führte zum Aufstieg Europas, deren mit Feuerwaffen ausgestatteten Armeen asiatische, afrikanische und amerikanische Armeen und Krieger wenig entgegenzusetzen hatten. Entgegen diesen immer noch weit verbreiteten Ansichten möchte der vorliegende Band eine breit angelegte Geschichte der Artillerie aus globaler Perspektive vorlegen. Er beginnt mit einer Betrachtung mechanischer Artillerie in Form von Schleudern und Katapulten. Die Entwicklung der Kanone von einem schweren, unbeweglichen und zunächst eher lauten, als wirklich effektiven Feuerrohr zu einer Hightechwaffe war ein langer, sich über Jahrhunderte ziehender Prozess. Die Effizienz der Waffe hing dabei maßgeblich von verbesserten Herstellungs- und Transportmöglichkeiten, sowie tödlicherer Munition ab und obwohl Artillerie seit 500 Jahren als wichtiger Bestandteil von Armeen erachtet wird, war sie doch lange Zeit nur eine Hilfswaffe, bis der Masseneinsatz großkalibriger Schnellfeuerkanonen im Ersten Weltkrieg sie zur Beherrscherin der Schlachtfelder machte.Mit seinem neuen Buch liefert Alexander Querengässer eine frische Überblicksdarstellung der Geschichte der Artillerie, die waffentechnischen Entwicklungen außerhalb Europas gebührenden Raum einräumt und die vielfältigen Faktoren analysiert, die zur stetigen Steigerung ihrer Effektivität bis in die jüngste Gegenwart führte. Mehr als 200 Abbildungen runden den Band ab.