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Dramaturgie macht den Unterschied - zwischen einem guten und einem schlechten Event. Doch wie geht das? Die Autoren Ricarda Merkwitz und Wolf Rübner - erfahrene Praktiker und Hochschullehrer - wenden sich mit diesem Buch an Konzeptioner und Kreative in Agenturen (Event, PR, Werbung), im Messebau, an Freelancer und Eventmanager in Marketing-/Event-Abteilungen von Unternehmen. In einer Mischung aus Theorie und Praxis, angereichert mit Fallbeispielen und Statements herausragender Protagonisten der Event-Branche, vermitteln sie auf verständliche Weise wissenschaftliche Zusammenhänge und die Wirkungsweise von Live-Kommunikation. Der Leser lernt die methodische Entwicklung effektiver Event-Konzepte kennen, einen klar strukturierten Weg durch den Dschungel wild wuchernder Ideen. Die Wurzeln des Events, im Sinne einer erlebnisorientierten Veranstaltung reichen bis in die Antike zurück. Drama, Komödie, Tragödie, das Theater als Bauwerk und als Kunstform verdanken wir griechischen Autoren, Denkern und Philosophen. So bezeichnet 'Theater' die szenische Darstellung eines inneren und äußeren Geschehens in der Einheit von Darstellern und Publikum. Das Marketing-Event hat sich als Instrument zeitgemäßer Markenkommunikation mehr als nur etabliert. Die Konzeption solcher Events erfordert allerdings ein Höchstmaß an interdisziplinärem Wissen. Wie ein Architekt entwirft der Event-Designer den Bauplan einer Veranstaltung. In der Konzeptionsphase wird das Fundament zu einem außergewöhnlichem Event gelegt oder zu seinem Gegenteil. Die Gestalter von inszenierten Markenbotschaften in Form von Events, Messen, Brandlands oder Promotions sollten neben Marketing-Kenntnissen - als Grundvoraussetzung - über Grundwissen der Theaterwissenschaften, Sozialpsychologie, Soziologie, Neurobiologie und dem Einsatz audiovisueller Techniken verfügen. Und wo bleibt die Kreativität? Ja, doch die kann man nicht erlernen. Lernen kann man dagegen die systematischen Arbeitsschritte einer Konzeption, ganz im Sinne des Bonmots »Genie ist zu 10 % Inspiration und zu 90 % Transpiration«. Sicher braucht es Phantasie und Vorstellungsvermögen, aber die umjubelte Inszenierung ist selten ein Geniestreich, sondern das geduldige, kenntnisreiche Zusammensetzen eines Puzzles.